Frank, dein Beispiel mit dem Rhein Main Gebiet zeigt ganz deutlich die Probleme die wir haben. Viele Menschen wollen morgens nach Frankfurt zum Arbeiten. Die Autobahnen sind voll, 80% der Autos sind mit einer Person gefüllt bzw nicht gefüllt. Alles richtig. ABER, auch die Bahnen sind zur Rushhour voll. Die Aussage vom RMV war, dass wenn das Dieselfahrverbot kommt und zu den Stoßzeiten 10.000 Menschen mehr mit der Bahn in die Stadt wollen, dann gibt es A:zu wenige Bahnen und Wagen um die Menschen zu transportieren, B: es gibt zu wenige Lokführer die die Bahnen bewegen können und es gibt C: zu wenige Gleise um diese Bahnen bewegen zu können.
Für mich, mit festen Arbeitszeiten, keine Chance auf Gleitzeit oder Home Office ist nur dass Fahrrad eine Alternative. Dann habe ich aber noch das Problem, dass ich das Kind 7km mit dem Fahrrad in die Kita bringe und dann nochmal 5km zur Arbeit fahre. Das mag mal gehen, aber dauerhaft für die nächsten 4 Jahre, bei Wind und Wetter? Wir haben 2 Autos, die 16 Jahre alt sind, aber für mich wahnsinnig Ressourcen schonend in Stand zu halten sind. Jetzt soll ich mit der Steuer gezwungen werden, mir ein Auto zu kaufen, dass mit einem abenteuerlichen Energieaufwand produziert wird. Jetzt kann man ja mal gegenrechnen, wie lange mein Auto 2 Liter auf 100km mehr Verbrauchern kann, bis die Energie der Neuwagen Produktion erreicht ist. Es geht doch nicht vorrangig um Klimawandel, es geht darum die Produktion aufrecht zu halten, neue Konsumanreize zu schaffen.
Es wird ja mit dem Ausgleich alles immer schön gerechnet, aber 2 konkrete Beispiele. Die Krankenschwester und der Chefarzt haben jeweils 30km Arbeitsweg. Der Chefarzt kauft sich ein Elektroauto, die Krankenschwester kann sich das nicht leisten. Wer wird von CO2 Steuer sozial härter getroffen?
Hier noch ein Link über eine Reportage, wie umweltfreundlich die Batterien für unsere Sauberautos hergestellt werden.
Gruß, Frank



















