Posts by flightXtreme

    Ich bin auch klassisch vor dem Monitor unterwegs, wobei ich inzwischen einen 32'' Samsung Curved Monitor mit 4k Auflösung habe. Das kommt schon ganz gut und kann auch "normal" benutzt werden. Einen Tracker hatte ich auch mal im Einsatz, der hat mich aber nicht überzeugt. VR habe ich ebenfalls noch nicht probiert, allerdings erzählen etliche Nutzer von Symptomen einer Kinetose (Übelkeit, Schwindel, "Reisekrankheit"), und da bin ich leider auch nicht frei von.

    VR-Brillen muss man nicht gleich kaufen, man sie auch ausleihen, z.B. hier.

    VR hat mich nach zwei, drei Jahren Pause wieder zur Flugsimuliererei zurück gebracht. Am Bildschirm fliege ich nur noch bei schnellen Tests.


    Übelkeit, Schwindel... Ja, am Anfang schon. Aber man gewöhnt sich dran. Inzwischen mache ich die wildesten Kunstflugmanöver, ohne, dass es mir schlecht wird. Einfache Regel: Wenn es anfängt mulmig zu werden: Pause machen. Das Gehirn muss sich nur daran gewöhnen, dass der Körpereindruck mit dem Augeneindruck nicht zu verknüpfen ist. Und wenn man eh nur im Dickschiff unterwegs sein sollte, dann sollte es auch keine Probleme geben.

    Naja klar, wenn man im Sim für das reale Fliegen lernt, dann sollte die Simulation natürlich auch weitgehend das reale Verhalten des Fliegers abbilden.

    Wenn man eine Katana fliegt, helfen einem Übungsstunden auf dem Space-Shuttle reichlich wenig. :)


    Und das trotzdem noch viel gelernt werden muss, ist auch klar. Angefangen davon, dass die ganzen Schalter und Hebel sich anders anfühlen als Tastatur oder Gaming-Device, sich erst im realen Flieger so mancher Schalter erst wirklich erschließt und äußerst reale Auswirkung auf das Fliegen hat, und und und.


    Als mein neuer Bürostuhl kam (mein VR-Cockpit) habe ich meine Kunstfliegerin, die das Ding aufgebaut hat, auch einmal in die Bücker mit VR-Brille gesetzt. Erster Kommentar - schon beim Taxeln: Das ist ja krank, man spürt überhaupt nicht die Masse, die man bewegt. Und das geht uns Simulanten dann im echten Flieger genau umgekehrt. Das Popometer ist zum ersten mal richtig "simuliert" und äußerst aktiv.


    Generell zum Erlernen der Landung ist es immer gut Ruhe zu bewahren. Möglichst große Platzrunden zu fliegen (zum Lernen, später sollte man sich an die Charts halten) und nicht zu meinen, jetzt muss ich aber gleich einbiegen. Dabei kleine und ruhige Änderungen an Yoke/Stick/Ruder/Power machen, nicht hektisch werden. Dabei immer wieder den Geschwindigkeitsmesser im Auge behalten (in den Büchern wird der Instrumentescan beschrieben, wie man abwechselnd auf welche Instrumente schauen sollte) und am besten erst einmal abseits des Platzes die Konfigurationen für das kontrollierte Sinken erfliegen. Mal mit dem Variometer ein Sinken von 500, 700 und auch mal 1000 ft/min erfliegen. Damit ist man auch schon ganz gut gerüstet. Ein klein wenig Gas stehen lassen hilft - zumindest mir - auch ganz gut, da ich so recht feinfühlig die Sinkrate mit dem Gas beeinflussen kann. So kann am es dann auch kurz vor dem Aufsetzen ganz herausnehmen.


    Aber deswegen wollte ich gar nicht schreiben. Eigentlich wollte ich eine Bemerkung machen:


    Ein Strömungsabriss kann auch bei hohen Geschwindigkeiten passieren. Wenn ihr eine Kurve immer enger fliegt, dann werdet ihr irgendwann merken, dass der Flieger plötzlich "snapped". Beim normalen Fliegen kommt das kaum vor - außer in Landekonfiguation, wenn man mit Klappen und recht langsamer Geschwindigkeit aber doch noch klar im weißen Bereich auf dem Geschwindigkeitsmesser zu eng ins Final einbiegt.

    Ja, habe ja schon beides gemacht. Vor Jahren einen Navigationswettbewerb - und die Kunstflugweltmeisterschaft läuft virtuell auch schon lange. Zuletzt halt mit fast keinen Teilnehmern.

    DCS virtuellen Formationsflüge kann man auch Wettbewerbsmäßig umsetzen. Machbar ist das alles, das wurde schon oft bewiesen.


    Aber ob ich das als inklusion in den Luftsportverbänden sehe, halte ich - auch aufgrund des rückläufigen Interesse an der Flugsimulation generell - eher für nicht relevant. :-) Wollte nur mal hören, ob es da andere Meinungen gibt.

    Hallo zusammen, gleich als Einstieg würde ich gerne eine kleine Diskussion anzetteln. Hintergrund ist, dass der Bayerische Luftsportverband an mich heran getreten ist, einen Vortrag auf dem Fliegertag Ende Februar zu halten. Hintergrund: Es ist eine Diskussion über eSports aufgekommen. Und um sich hier im Bereich des Luftsports zu informieren, was gemacht wird, möglich ist und überhaupt einen Einblick in die Welt der Flugsimulation zu gewinnen, ist man auf mich gekommen. Der Kontakt ist natürlich über den Motorkunstflug, dem ich seit Jahren als Schiedsrichter treu bin, zustande gekommen. Da man wusste, dass ich auch in der Simulation so etwas mache, war ich nicht abgeneigt. Den Vortrag könnt ihr gerne hier einsehen. Ich habe dabei versucht, möglichst für den uneingeweihten bis hin zum Simulator-affinen Zuhörer einen Einblick zu geben, was alles möglich ist.


    Insgesamt ist der Vortrag erstaunlich offen und positiv aufgenommen worden, was mich ein wenig verblüfft hat, zumal ich weiß, dass nur sehr wenige wirklich den Simulator sportlich einsetzen, also Formationsflug, Kunstflug, Airrace, Navigationsflug, und ähnliches machen - insbesondere nicht nur als Abwechslung zum Airliner oder Bush-Flying, sondern als Hauptgrund der Flugsimulation. Ich habe da meine Meinung zu, möchte die aber nicht sofort äußern, um hier einen Bias vorzugeben.


    Ich kann mir jedenfalls verschiedenste Schwerpunkte der Diskussion vorstellen und bin gespannt auf eure Meinung zum Thema;

    eSports - Flugsimulation als Sportgerät


    Beste Grüße,

    Micha

    Dann sag ich hier auch mal Hallo. Seit Ewigkeiten in der Flugsimuliererei, Artikelscheiber in diversen Flusi-Publikationen, Freeware Designer, Softwareentwickler, passiver Kunstflieger, Judge, VR-Pilot und inzwischen stolzer Besitzer eines ... speziellen … VR-Cockpits. Hier scheint mir noch etwas mehr leben in der Bude zu sein, darum habe ich mich mal angemeldet. Vielleicht spricht man sich ja hier öfters. :)


    Gruß

    Micha