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Musizierende Flusianer

  • MooneyCruiser
  • January 16, 2021 at 5:40 PM
  • DIDL
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    Dietmar
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    • January 17, 2021 at 8:49 PM
    • #41

    Sunset Clouds by Mooney Cruiser

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    Allzeit guten Flug

    Dietmar

    Edited once, last by DIDL (January 17, 2021 at 8:58 PM).

  • BlaBlubb
    Guest
    • January 17, 2021 at 8:53 PM
    • #42

    Also... ich hatte damals folgendes gekauft und das steckte ich zusammen und es lief (und bei einem Kumpel war es dasselbe):

    • Mixcraft
    • Dieses M-Audio-Keyboard
    • Windows 10 auf einem ganz normalen PC mit USB-Anschluss

    Keinen Plan, was du jetzt genau für ein Problem hast aber wenn du es ans Laufen kriegen willst mit dem, was du hast, denke ich schon dass es möglich sein sollte. Dein Post bei Reaper erscheint mir etwas unstrukturiert zu sein, du hast da tausende rein theoretische Fehlerquellen aufgelistst, diese Herangehensweise halte ich für nicht zielführend da du die Lösung vor Lauter möglicher Ursachen nicht findest, Probleme löse ich persönlich meist indem ich die wahrscheinlichsten in Angriff nehme und sie der Reihe nach Ausschließe.

    • Die theoretische Ursache 'Boxen kaputt' kannst du ausschließen, wenn du andere Sounds über die Boxen hörst
    • Ob das Keyboard prinzipiell funktioniert kannst du theoretisch mit einer anderen Software testen (Mixcraft hat auch eine Trial-Version, um das keyboard zu testen, welches hier leicht einzubinden sein sollte, müsste es reichen)
    • Wenn du beides geprüft hast und a) die Boxen laufen und b) das Keyboard intakt und prinzipiell funktional ist, bleibt als letzte und wahrscheinlichste Fehlerquelle nur noch die Konfiguration/Einrichtung des Keyboards in Reaper (wo ich dir leider nicht bei helfen kann, da ich da keinen Plan von habe).
  • Sunrise
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    Rüdiger
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    • January 17, 2021 at 8:59 PM
    • #43

    Ich habe nicht behauptet, dass ich aktuell ein Problem habe.

    Meine Praxis ist vielmehr diese, dass es immer wieder verschiedene unerwartete Probleme gibt, wenn ich spontan Lust darauf habe, Musik zu machen, und ich dann eben nicht anfangen kann, Musik zu machen, weil ich erst herausfinden muss, was diesmal wieder klemmt. Und bis ich das Problem behoben habe, ist meine Kraft verbraucht.

    Aber selbst wenn es keine Probleme gibt, verbraucht sich meine Energie beim technischen "Vorlauf", und meine kreativen Inhalte im Kopf sind verpufft. Das Problem haben auch schon andere beschrieben, ich hab es also nicht erfunden.

    Ich habe noch keinen Workflow gefunden, mit dem ich zurecht komme, und wo ich produktiv sein kann. Aber das geht hier schon längst zu weit. Ihr wolltet ein wenig persönliche Musik neben der Fliegerei austauschen.
    Das war meine Schuld, aber das ist eben das Thema, das mich dabei oft beschäftigt. Tut mir leid.

    Und zu meinem Thread im Reaper-Forum: Ich habe oben ja beschrieben, was der Zweck dieses Threads ist. Er soll keine Hilfestellung sein, sondern nur herausstellen, wie komplex und fehleranfällig die heutige Technik geworden ist.

    Und dass es für jedes Problem letztlich fast immer eine Lösung gibt, ist auch klar. Aber - es nagt am Nervenkostüm und raubt die Kreativität, das musikalische Gefühl, oder wie auch immer man das nennen will.
    Ich erlebe meine Musik komplett aus dem Bauch heraus, rein nach Gefühl. Das verträgt sich häufig nicht mit moderner Technik.

    MSI B550-A Pro - Ryzen 5 5600G - Scythe Mugen 5 PCGH - Corsair Veng. LPX DDR4 32GB - MSI RTX 3060 Gaming X - 4 + 2 + 1TB SSD - 4TB HDD

  • BlaBlubb
    Guest
    • January 17, 2021 at 9:29 PM
    • #44
    Quote from Sunrise

    verbraucht sich meine Energie beim technischen "Vorlauf"

    Was ist denn dieser technische Vorlauf? Das kann ich jetzt nicht nachvollziehen, wobei ich glaube, dass das meiner hernagehensweise an die Musikmacherei geschuldet ist - ich pfeiffe konsequent auf alle Theorie und mix mir halt was zusammen. Technischen Vorlauf habe ich da definitiv keinen, ich muss nur das Programm starten und das Keyboard anschließen.

    Jetzt habe ich ein Update für Mixcraft angefordert und muss auf deren eMail warten... das ist jetzt nervig, weil mit der Uralt-Version möchte ich jetzt nicht anfangen, ich hasse das Gefühl, veralteten Kram zu benutzen, speziell wenn ich das Update bereits bezahlt habe und die Neuerungen sehen will - das könnte man wohl auch als technischen Vorlauf bezeichnen, den ich allerdings nur einmal haben sollte.

    Quote from Sunrise

    Ich habe noch keinen Workflow gefunden, mit dem ich zurecht komme, und wo ich produktiv sein kann. Aber das geht hier schon längst zu weit. Ihr wolltet ein wenig persönliche Musik neben der Fliegerei austauschen.
    Das war meine Schuld, aber das ist eben das Thema, das mich dabei oft beschäftigt. Tut mir leid.

    Also... ich finde das gerade interessant was du schreibst weil das für mich ganz neu ist. Möglicherweise ist das so, wenn man es professioneller angeht... klingt jedenfalls sehr kopflastig irgendwie... Was meinst du denn mit 'Workflow'? Ich kenne sowas aus Beruf und auch dem Szenerie-Design, aber bei der Musik habe ich mir da noch keine Gedanken drüber gemacht...

  • Sunrise
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    Rüdiger
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    • January 17, 2021 at 10:17 PM
    • #45

    Eigentlich finde ich das Thema auch interessant. Allerdings ist es großteils auch ein ziemlich spezielles Problem, mit dem ich diesen Thread ungern zuballern möchte. Es ist ein Stück weit auch ein sehr persönliches Problem.
    Ich frage mich auch, wie man mit Programmen wie Music Maker und Mixcraft Musik erstellt. Vermutlich völlig anders, und dann ist es noch schwieriger, mein Problem zu beschreiben. Sucht man sich Patterns aus einem Auswahlbaum, sortiert nach Genres und Taktarten und reiht sie aneinander? Spielst Du z.B. Leadvoices von Hand mittels Keyboard ein?
    Ich habe einen Link gefunden, in dem ich auch im Reaper-Forum ein spezielles Problem beschrieben hatte, über das ich auch gestolpert bin. Vor 9 Jahren. Als Beispiel, welche Schwierigkeiten möglich sind. Und diese ganzen Beschreibungen, die Du dort lesen kannst, sind derart kompliziert und technisch, sie haben so gar nichts mehr mit der Musik zu tun, die entsteht, wenn man gemeinsam und mit Hingabe spontan Musik macht. 1000 Mausklicks, Menüs....Dazwischen liegen für mich Welten.....Ja ich weiß, es ist schwierig, sich in mich hineinzudenken.
    Mehrmals aber hab ich ein vorbereitetes Setup geladen, wo ich schon Tracks mit Instrumenten usw. vorbereitet hatte, damit ich mich leichter tue. Aber als ich aufnehmen wollte, kam - wieder einmal - kein Ton beim Druck auf eine Taste. Und nach dem nach langem Suchen gefundenen Fehler hatte ich keine Lust mehr, Musik zu machen. Ein typisches Beispiel.
    Aber eigentlich habe ich noch gar keine Übung darin, ein Musikstück aufzubauen, wachsen zu lassen. Erst das Schlagzeug? Aber wenn ich dann die nächsten Spuren dazuaufnehme, merke ich, die Drums passen doch nicht. Beim Versuch, sie zu ändern, taucht irgendein neues Problem auf. Es rächt sich, sich nicht täglich damit beschäftigt zu haben. Es gibt hunderte von Funktionen, nur ständiges Üben bringt Dir die Fähigkeit, damit richtig arbeiten zu können. Und beschäftigt man sich mal ein paar Wochen nicht mehr damit, dann hat man das meiste wieder vergessen. Und bei dem holprigen Versuch, irgendwie etwas einzuspielen, was passt, ist schon längst dieses Musikgefühl, wie ich es mal nenne (und das ich ab und zu erlebe,wenn ich am Keyboard einfach so ohne Ziel spiele), weg. Das Problem ist vermutlich tief in mir selbst begraben und gehört irgendwo zwischen Musikproduktions- und Psychologieforen eingeordnet.
    Ich hab früher mal mit einer GEM WS2/II einige Playbacks programmiert. Das ist über 20 Jahre her. Ein teureres Instrument, aber die Technik war noch nicht so weit fortgeschritten, die bearbeitbaren Strukturen waren relativ einfach. Es klang nur bedingt gut, aber hat Spaß gemacht. Später war die Gesundheit weg, die Technik komplexer, da kam irgendwo der Moment, wo ich solche Dinge nicht mehr geschafft habe. Das ist bis heute so geblieben. Inzwischen habe ich auch kein Instrument mehr, mit dem man ohne PC Musik programmieren kann. Damit ginge es sicher besser, dort ist der Workflow optimiert, wenn das Instrument etwas taugt. Aber so etwas kann ich mir längst nicht mehr leisten. Aber das eigentliche Problem ist nicht die Technik, das bin ich. Ich kenne genug Leute, die mit dem PC auch aufwändigere Musik programmieren, und das mit Erfolg.
    Edit: ich hatte früher etliche kurze Musikschnipsel mit einem Cassettenrecorder, später mit einem Diktiergerät aufgenommen, wenn ich mal eine Idee hatte. Eingesummt oder eingeklimpert. Das mach ich auch heute noch manchmal. Aber aus den ganzen Ideen ist praktisch nie irgendetwas entstanden. Keine Ahnung, warum.
    Mein Hauptproduktionskiller fällt mir gerade ein. Ich hab eigentlich sehr viele musikalische Ideen im Kopf. Immer wieder. Aber - versuche ich diese dann mit dem Rechner umzusetzen passiert eigentlich immer früher oder später dasselbe: Ich scheitere daran, wie irgendein Detail im Musikprogramm funktioniert oder zu verwirklichen ist. Eine Instrumentalstimme soll möglichst so wie in meiner Vorstellung klingen. Entweder verliert man sich dann beim Suchen in hunterten von Presets, wo alles zu finden ist, nur nicht das, was man braucht, das dauert viel viel zu lang, oder man weiß nicht, wie ein bestimmter Synthesizer-Effekt zu produzieren ist. Oder man sucht im Midi-Editor vergeblich nach einer Funktion, um ein Drum-Pattern abzuändern. Oder...oder...oder. Und so wird letztlich jede gute Idee über diese Hindernisse "verbraten". Hier kann man eigentlich nur mit sehr viel Zeitaufwand, Hartnäckigkeit, Fleiß und viel Geduld irgendwann zum Ziel kommen. Aber das schaffe ich nicht mehr. Und natürlich kann man nur einen guten glaubwürdigen Drumtrack halbwegs am PC erstellen, wenn man auch Ahnung davon hat. Und hier merke ich schnell, ich bin eben kein Drummer. Und Gitarren klingen über ein Keyboard gespielt nur selten glaubwürdig. Meine Ansprüche sind allerdings auch recht hoch.

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    Edited 6 times, last by Sunrise (January 17, 2021 at 10:55 PM).

  • BlaBlubb
    Guest
    • January 17, 2021 at 11:02 PM
    • #46

    Ich glaub ich verstehe dein Problem.

    Also, als erstes: Du entscheidest, wie du an die Sache herangehst. Nur weil die Software wer-weiß-was für tolle Funktionen hat bedeutet das nicht, dass du die alle nutzen musst. Auch spielt es keine Rolle wie 'man das macht', unabhängig von der Software musst du das nicht auf eine spezielle weise tun.

    Du möchtest gern wie mit deinem damaligen keyboard einfach frei etwas spielen, ganz ohne Zwang? Das kannst du mit der Software auch, Keyboard einstöpseln, Software starten, neues, leeres Projekt öffnen (vergleiche das mit dem Herauskramen des alten 'echten' keyboards aus dem Wandschrank oder dem Abstellraum), dann eine Spur für das Keyboard aktivieren und beim spielen kommt Ton, erstmal ohne Aufnahme. Nun spielst du halt wie du möchtest auf dem keyboard, einfach so vor dich hin und wenn du eine coole Melodie gefunden hast, klickst du auf Aufnahme, spielst die einmal ein und hast sie gespeichert. So kannst du dir deine Melodien erstmal alle grob wegsichern, wenn da der eine oder andere Anschlag nicht richtig sitzt hast du doch die Melodie noch vorliegen und kannst sie jederzeit nochmal genauer einspielen und so weiter.

    Erst der Beat, erst die Melodie, das ist eigentlich vollkommen egal. Hast du eine coolen beat im kopf kannst du den auch einfach einspielen, mit dem keyboard und dann darauf aufbauen oder ihn erstmal liegen lassen und was anderes machen, das ist eigentlich egal.

    Kopf aus, Gefühl an und laufen lassen, dann macht das auch Spaß. Wenn du erstmal in einem Flow bist kommt dann noch dies und das und wenn du erstmal etwas halbwegs brauchbares, eine schöne melodie zB, drin hast, kommt das normal von allein, dass du denkst, da könnte jetzt ein bisschen Schlagzeug drunter und dann kannst du ein paar Samples abspielen während deine melodie im Loop läuft und irgendein Sample hört sich dann richtig an, den packst du dann rein. So wächst das ganze dann so nach und nach, wenn du ein halbwegs fertiges Stück zusammen hast kommt dann auch die neugier, mal an den diversen Reglern zu drehen, die Sounds zu verfremden oder sonst irgendwas - ich spiel da einfach mit den Effekten rum, dreh hier, dreh da, während das Stück läuft und höre dann ja ob es cool rüber kommt oder eher nicht und so weiter.

    Einfach anfangen, so einfach wie möglich, Kopf aus, Anspruch aus, Spaß haben und laufen lassen.

    Und, von wegen, man muss das jahrelang üben, das gilt womöglich für's Spielen am Klavier selbst aber bei der Software ist das nicht der Fall, du musst da ja nicht alles nutzen. Du kannst immerhin Spielen, das ist ganz klar ein Vorteil, ich müsste das erstmal lernen (hatte damals sogar ein Buch samp CD zum Lernen organisiert, nie benutzt bisher). Ich hatte das ganze auch nur ein paar Monate oder so gemacht und war dann mit anderem Zeugs wieder beschäftigt. Anfangs wollte ich eigentlich aus diversen Midis lediglich Remaster von diversen Sega-Soundtracks machen, hatte mir dazu Mixcraft zugelegt und das klappte auch aber dann kam beim herumprobieren mit den Samples Motivation auf, ich hab das keyboard gekauft um einfache Sachen da irgendwie reinzubekommen und dann lief das alles von selbst.

    Ich hab da überhaupt keine Gedanken reingesteckt, ich habe da Null Kopf bei verwendet und einfach drauflos gemacht. Hab ich einen Beat gebaut mit dem keyboard, dann fehlt irgendwas, ich spiele einfach irgendwelche Samples ab (und ignoriere konsequent irgendwelche Tonlagen, für die die Samples gedacht sind, daher kommt ein Teil der psychedelischen Klänge, Samples werden schräg weil falsche Tonlage) und höre, wie es klingt und wenn es mir gefällt bau ich das ein, schneide es zurecht, zerstückele es, wiedehole hier und da, lege noch irgendwelche Ambience drüber oder was immer sich brauchbar anhört, hab dann eine Idee, krempel alles um, stelle fest, das ein anderes Sample noch cooler klingt als mein bisheriges Lead-Sample und tausche es und so weiter...

    Hier zum Beispiel, nach meinung diverse Bekannten eines meiner besseren Ergebnisse, das lead-Sample klingt überhaupt nur so wie es klingt und der ganze Song letztlich funktioniert nur, weil ich die vorgesehen Tonlage einfach ignoriert hatte.

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    • January 17, 2021 at 11:28 PM
    • #47

    Da gibt`s nur eins, Ein Keybord mit Lautsprechern sowie Kopfhöreranschluss.

    Aber ich tu mich damit auch recht schwer, obwohl ich ziemlich technikaffin bin. Nur mit der Musikelektronik habe ich es nicht so. Vielleicht, weil es die früher kaum gab. Außer bei Emerson Lake und Palmer zum Beispiel. Ich habe so eine Mords 15 Kilogramm schwere Revox Bandmaschine, ReVox A77 Technische Daten (theimann.com)

    Und einen kleinen Digitalrecorder. Ratet mal, was besser aufnimmt?

    Der Digitalrecorder natürlich , die Revox ist mittlerweise kaum noch zu gebrauchen. :(

    Hardware , CPU = AMD Ryzen 5 3600 , Grafik = Sapphire Radeon RX 5500 XT Pulse, 8GB GDDR6 , PCIe 4.0

    Arbeitsspeicher = 4x 8 GB DDR 4 . Mainboard = Asus Prime B 550 M-A

    Sound = Onboard, BS = Windows 11 Pro

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    • January 18, 2021 at 12:50 AM
    • #48

    Rüdiger, ich glaube, Du fängst von der falschen Seite an. Wenn ich etwas lernen will, versuche ich mich nicht an einem Megaobjekt, sondern nehme irgendwas einfaches, wo meinetwegen auch Fehler drin sein können. Das ganze nur, um die Funktionen zu verstehen.

    Also zum Beispiel beim Music Maker nur mal schauen, was ich hinzufügen kann, und wie ich es auch wieder wegbekomme. Ohne die Vorgabe, das es nun ein perfektes fertiges Objekt werden muss.

    Dieser Ratschlag gilt natürlich auch für mich ;)

    Ich hatte eben die Idee, einer gibt mit einem Instrument eine Melodie vor, stellt sie hier ein, der nächste lädt sie herunter, ergänzt sie wieder mit einem Instrument, stellt sie hier ein, der nächste... aber dabei nicht vergessen, das dies hier ein Flusi Forum ist. ^^

    Aber das muss auch nicht sein, ist ja doch etwas aufwendig.

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  • MooneyCruiser
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    • January 18, 2021 at 9:18 AM
    • #49
    Quote from Sunrise

    Aber das eigentliche Problem ist nicht die Technik, das bin ich.

    Mein Hauptproduktionskiller fällt mir gerade ein. Ich hab eigentlich sehr viele musikalische Ideen im Kopf. Immer wieder. Aber - versuche ich diese dann mit dem Rechner umzusetzen passiert eigentlich immer früher oder später dasselbe: Ich scheitere daran, wie irgendein Detail im Musikprogramm funktioniert oder zu verwirklichen ist.

    Moin Rüdiger,
    Du hast Dein Problem ja schon erkannt, da sollte es doch einfach sein schnell größere Fortschritte zu machen. Wenn Du Deine Musik schon "im Kopf" hast, dann ist der Rest doch nur noch Fleiß und Geduld.
    Fang doch einfach ganz simpel an, einfache Software für den PC kostet nichts und ein (Master-)Keyboard mit USB-Anschluß ist auch für wenige Teuronen im Internet zu haben. Du bist doch schon erstklassig ausgestattet, vielleicht zu gut weil "man(n)" ja gleich alle Möglichkeiten ausnutzen will und das geht nun einmal nicht!

    Fang einfach an: Nimm erstmal ein Keyboard und benutze die Software einfach erstmal um die Ideen/Melodien überhaupt festzuhalten damit sie nicht wieder wegfliegen. Dann ergänze die Idee mit weiteren Details/Spuren und so langsam wirst Du Dich dabei in die Software einarbeiten und automatisch dazulernen. Wenn sich etwas nicht umsetzen läßt, dann lass es liegen und reifen und irgendwann geht es von alleine.

    Ich bin totaler Autodidakt und habe eigentlich nur in der Grundschule mal Blockflötenunterricht gehabt. Danach ging es dann jahrelang nur mit der Gitarre weiter und irgendwann wollte ich auch mal wissen wie sowas geht eine CD zu produzieren und um die Jahrtausendwende herum wurde das alles sehr preiswert... - klar, man kann auch heute noch sehr viel Geld für noble HighEnd-Geräte ausgeben aber es geht halt auch viel kleiner, billiger und immer noch gut.
    Mein BerndJam2007 entstand als Demo ausschließlich auf einem winzigen portablen Boss BR-600 Digitalrecorder für unter 400€ Neupreis. Gitarren eingestöpselt, Aufnahme gedrückt, Drumtrack zusammengeklickt, fertig. Sogar das Mastering habe ich auf dem kleinen Winzling (700 Gramm, kleiner als ein Notebook) gemacht...

    Klar arbeite ich lieber mit meinen vielen Studio-Geräten (Cubase DAW, Focusrite, Yamaha, Rode, Roland, etc.) auf einem großen 4K Monitor aber das muss nicht sein.
    Fang einfach langsam an und gib Dir Zeit, freu Dich über Fortschritte (auch kleine) und das was Du schon kannst und ärger Dich nicht über das was Du noch nicht hast, was nicht klappt oder was einfach noch eine Nummer zu groß ist.
    Ich habe seit 2011, seit ich meine Pilotenlizenz gemacht und dann ein eigenes Flugzeug gekauft habe kaum noch Musik gemacht, dazu war die Fliegerei, der neue Job und andere Hobbies viel zu zeitaufwändig. Wenn ich mich jetzt aber mal wieder ins Studio setzen würde wäre ich schnell wieder halbwegs dabei... ;) Man muss nur machen und nicht die Flinte ins Korn werfen bevor die Hatz begonnen hat! 8)

    Meine Hardware:
    Intel i7-9700KF, 32 GB RAM, nVidia RTX2060 Super 8 GB GDDR6, 2 TB Samsung Evo970Plus SSD
    Honeycomb Alpha Yoke & Bravo Throttle, CH Products Pro Rudders, RealSimGear GTN750

    Edited once, last by MooneyCruiser (January 18, 2021 at 9:36 AM).

  • Sunrise
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    Rüdiger
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    • January 18, 2021 at 9:44 AM
    • #50

    Vorsicht! Böse langer Post :) (Hoffentlich editier ich mich danach nicht wieder blöde...)

    @FlyAgi:

    Zunächst einmal vielen lieben Dank für Deine ausführliche Antwort. Du meinst es wirklich gut mit mir, soviel steht fest :-).

    Das wird wohl ein böser Thread, dessen Posts expontentiell länger zu werden drohen. Aber nach diesem kann es eigentlich nur noch besser werden. :)

    So ein Thread (eigentlich ist es gar nicht meiner!) ist selbst in einem Musikproduktionsforum etwas spezieller.

    Ich zitiere Dich hier jetzt mal von Hand, mit der Zitatfunktion ist mir das zu mühsam.

    "Also, als erstes: Du entscheidest, wie du an die Sache herangehst. Nur weil die Software wer-weiß-was für tolle Funktionen hat bedeutet das nicht, dass du die alle nutzen musst. Auch spielt es keine Rolle wie 'man das macht', unabhängig von der Software musst du das nicht auf eine spezielle weise tun."

    Natürlich, ich muss meinen eigenen Weg finden. Und - natürlich hat die DAW weitaus mehr Möglichkeiten, als ich je brauchen werde. Aber - dadurch ist es auch sehr viel schwieriger, die relevanten Funktionen überhaupt zu finden und die notwendigen Abläufe herauszufinden. Hier ist sehr viel Lernen und Übung angesagt. Ohne geht es garantiert nicht.

    Das mit dem groben Wegsichern ist kein Problem, muss aber auch technisch erst mal reibungslos funktionieren. Auch hier kann schon wieder einiges klemmen. Weshalb ich dafür auch oft lieber meinen kleinen Recorder verwende. Dann muss man natürlich die Inhalte irgendwann importieren. Ich bin sehr bequem geworden....

    "Erst der Beat, erst die Melodie, das ist eigentlich vollkommen egal. Hast du eine coolen beat im kopf kannst du den auch einfach einspielen, mit dem keyboard und dann darauf aufbauen oder ihn erstmal liegen lassen und was anderes machen, das ist eigentlich egal."

    Einfach mal kurz den Beat einspielen, so einfach geht das nicht, zumindest für mich nicht. Ich brauche dafür erst mal ein Schlagzeug, das ich in einen Track laden muss (wenn das schon vorbereitet ist, geht es natürlich leichter). Da muss aber Kontakt mitspielen. Hier hab ich schon öfter Tonprobleme gehabt. Ich verwende den Studio Drummer. Auch sehr komplex, da muss man sich erst mal auskennen. Dann muss man wissen, welche Drum auf welcher Taste liegt. Mit dem 4-Oktaven-Keyboard wird es schnell eng, beim großen kann ich nicht vor dem PC sitzen. Dann muss man die Quantisierung einstellen. Das ist auch nicht ganz so einfach. Es gilt, den richtigen Aufnahmemodus einzustellen. Will ich im Overdub-Verfahren nach und nach Instrumente nachspielen? Hier gibt es sehr viele Möglichkeiten. Mit sehr viel Übung wird dann irgendwann alles zur Selbstverständlichkeit, aber soweit bin ich nicht.

    Die Drums trommelt man normalerweise nicht von vorne bis hinten durch, sondern legt sich einzelne Patterns ab, die man dann aneinanderreihen kann. Das hat Vor- aber auch Nachteile (siehe mein Forumslink, dort ging es auch darum). Diese Patterns legen sich aber nicht von allein an, man muss entsprechend schneiden. Anders wie bei MusicMaker & Co. vermute ich mal. Will man am Drumtrack dann etwas ändern, muss man den MIDI-Editor bemühen. Das erfordert auch Übung.

    Wenn ich jetzt aber erst mal eine Melodie einspiele (natürlich dann im Taktraster) und hinterher Drums, Bass usw. drauflege, wüsste ich gar nicht, wie ich das überhaupt hinbekommen soll.... Hier ist für mich erst mal gar nichts intuitiv. Hast Du schon mal mit Cubase gearbeitet? Reaper ist ähnlich umfangreich, aber noch weniger intuitiv.

    "Kopf aus, Gefühl an und laufen lassen, dann macht das auch Spaß. Wenn du erstmal in einem Flow bist kommt dann noch dies und das und wenn du erstmal etwas halbwegs brauchbares, eine schöne melodie zB, drin hast, kommt das normal von allein, dass du denkst, da könnte jetzt ein bisschen Schlagzeug drunter und dann kannst du ein paar Samples abspielen während deine melodie im Loop läuft und irgendein Sample hört sich dann richtig an, den packst du dann rein. So wächst das ganze dann so nach und nach, wenn du ein halbwegs fertiges Stück zusammen hast kommt dann auch die neugier, mal an den diversen Reglern zu drehen, die Sounds zu verfremden oder sonst irgendwas - ich spiel da einfach mit den Effekten rum, dreh hier, dreh da, während das Stück läuft und höre dann ja ob es cool rüber kommt oder eher nicht und so weiter."

    Kopf aus, Gefühle an funktioniert bei mir nur, wenn ich ohne Aufnahme-Tammtamm am Keyboard sitze und mich nicht um Taktraster, Metronom usw. kümmern muss. Wenn ich nicht überlegen muss, was ich als nächstes spielen muss, und wann ich die Aufnahme stoppen muss.

    Samples gibt es bei mir gar nicht. (Obwohl ich sie nutzen könnte, Kontakt ist sogar ein mächtiger Sampler mit unzähligen Funktionen - und einer viel zu kleinen Oberfläche für meine Augen....) Es gibt Drum, Bass, Keyboard, Gitarren, soweit machbar, Flächen, Leads, Gesang, soweit ich dazu noch in der Lage bin....

    Melodie im Loop. Das klingt nach einem Tonmotiv mit wenigen Tönen, die sich ständig wiederholen, das gibt es bei mir eher selten.

    Und zu den Sounds. Ich hab hunderte von Plugins mit teilweise zig Einstellmöglichkeiten und jeweils hunderten von Presets.

    Kannst Du bei Dir VST-Plugins einbinden? Dann hol die mal z.B. die Demoversion des Zebra 2 von U-He. Du wirst Dich wundern....Das ist allein schon eine Musikentwicklungsumgebung.

    "Anspruch aus". Wie soll das gehen, wenn meine Freude an der Musik erst so richtig entsteht, wenn es für mich gut klingt? Zumal auch ein richtig schlecht zusammengeschusterter Song eine Menge Arbeit macht. Dann doch gleich versuchen, etwas brauchbares zu schaffen.

    wir haben ziemlich unterschiedliche Vorstellungen von der Musik und ihrer Erstellung.

    Ich hab mich nie mit Trance, Techno usw. beschäftigt, da passiert mir zu wenig in der Musik. Aber so etwas baut man garantiert anders zusammen als z.B. eine Rockballade o.ä. Ich hab früher Genesis rauf und runtergehört...

    In meinem Kopf existiert sowieso sehr viel mehr, als ich selbst dazu in der Lage bin, technisch und auch spieltechnisch gesehen.

    Das mit der jahrelangen Übung hab ich nicht nur bei den Instrumenten gemeint. Ich habe von 8-16 Jahren Klavierunterricht gehabt, da kommt man tatsächlich nicht drumherum, wenn man damit etwas anfangen will. Gitarrenunterricht hatte ich keinen, und so blieb es immer gestümpert.

    Aber auch der effektive und produktive Umgang mit einer DAW und allem, was dazugehört braucht sehr viel Zeit, bis er einem gelingt, da bin ich sehr sicher. Das lernt man nicht in ein paar Tagen.

    Aber jetzt versuch das ganze mal mit einer leistungseinschränkenden MS, chronischen Rücken- und Schulterproblemen und sonstigen gesundheitlichen und anderen privaten Belastungen, da ist der Kopf nur sehr schwer frei und auf kreativen Kunstgenußkurs zu bringen, und die Spielräume werden drastisch eingeengt.

    Jetzt kann man es entweder ganz lassen oder aber immer wieder einen Versuch machen, doch noch irgendwo einen Weg in der Musik zu finden. Wohin? Keine Ahnung, weit kann er natürlich nicht gehen. Aber das eine oder andere fertige Lied wär mal schön gewesen.

    Aktuell sind meine Prioritäten allerdings auch ganz andere. Da müsste ich erst mal den Willen, die Motivation haben, zugunsten der Musik wieder Räume zu schaffen. Das hab ich aber schon zu oft versucht.

    Dass ich Deinen Track gut finde, habe ich auf einer Seite weiter vorn schon geschrieben. :)

    Ich beneide Dich (im positiven Sinne!), dass Du einen guten Weg gefunden hast, an Deiner Musik Spaß zu haben.

    Ubix:

    Ich wollte immer mit Reaper einfach die Aufnahme starten, wenn ich mal wieder am herumklimpern bin, aber das ist mir oft auch zu sperrig.

    Ich hab mir nach langer Recherche vor ein paar Jahren den Olympus LS-14-Recorder gekauft. Damit wollte ich z.B. auch in der Lage sein, mitzuschneiden, falls ich mal wieder irgendwo auf einem Konzert o.ä. sein würde.

    Und laut aufnehmen kann er gut. Nur leise ist schlecht, das Ding rauscht trotz seiner 249 Euro, die es damals gekostet hat übelst, das können billige Gerät oft deutlich besser, was ich überhaupt nicht verstehe. Und das Display ist extrem kontrastarm, sodass ich es ohne Lesebrille gar nicht ablesen kann. Aber es kann bis zu 80 Stunden mit 2 AA-Akkus Musik abspielen. Denn ich hasse Geräte, die man ständig laden muss. Und so ist es hauptsächlich mein Musikplayer für unterwegs geworden. Die Leute denken wohl oft, ich spionier sie aus, wegen der 2 gut sichtbaren Micros, wenn ich das Teil mal draußen in die Hand nehme :)

    @MoneyCruiser:

    Danke für Deine netten Worte. Das Equipment habe ich ja (wenn auch nicht die intuitivste Ausstattung, aber das ist wohl dem Umstand geschuldet, dass gute Hard/Software für die Musik eben auch eine Stange Geld kostet. Vermutlich könnte man mit Logic Pro besser Musik machen als mit Reaper, aber es kostet eben auch das zehnfache oder mehr, nur als Beispiel.

    Die Dinge, die Du schreibst, sage ich mir auch immer wieder. Der Verstand empfiehlt einem diese Vorgehensweise. Um so frustrierender ist es dann, wenn man trotzdem immer wieder scheitert.

    Inzwischen fass ich das Thema Musik nicht mehr oft an, und wenn dann nur noch, um mich kurz mal freizuspielen. Die fehlende Gesundheit frustiert, und ich müsste andere Dinge, die ich schätzen gelernt habe, wieder mehr hintenan stellen (Minecraft....!).

    Es fehlt halt leider die Community von früher aus der Mikestar/Talentrun-Zeit, die war extrem motivierend (wenn hier auch der Schwerpunkt auf Karaoke und Singen lag, aber es wurde eine Menge Musik gemacht, häufig gemeinsam.

    Unser größter gemeinsamer Spaß damals war dieses Video. Es war ein Haufen Arbeit, meilenweit entfernt von jeglicher Perfektion, ich hatte so etwas noch nie gemacht, das damals verwendete Magix Music Studio war überaus zickig, aber es war eine verdammt schöne Zeit mit ganz tollen Leuten gewesen.....
    YouTube ist hier für mich kaum eine Alternative. Dort zählt sowieso nicht Qualität der Darbietung, sondern, wie spektakulär und trickreich man sein Video einbringt. Dafür gibt es unzählige Beispiele.

    LG Rüdiger

    MSI B550-A Pro - Ryzen 5 5600G - Scythe Mugen 5 PCGH - Corsair Veng. LPX DDR4 32GB - MSI RTX 3060 Gaming X - 4 + 2 + 1TB SSD - 4TB HDD

    Edited 3 times, last by Sunrise (January 18, 2021 at 10:08 AM).

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    • January 18, 2021 at 10:08 AM
    • #51

    Jetzt hab ich tatsächllich das Limit von 10000 Zeichen geknackt und musste am Ende sogar noch rauskürzen....

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  • BlaBlubb
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    • January 18, 2021 at 2:00 PM
    • #52

    Also... mein damaliger Kunstlehrer würde da nun sagen:

    "Rüdiger, du bist total verkopft, total festgefahren."

    Was ich nicht verstehe: Du bist ja gesundheitlich eingeschränkt (bin ich übrigens auch, aber anders) und dir deiner Leistungsfähigkeit dahingehend auch bewusst, fokussierst aber auf sehr komplexe, um nicht zu sagen komplizierte, (Software-)Lösungen. Dieser DAW hat jene Komplexität, jenes Programm hat jene komplexität und alles funktioniert sehr kontraintuitiv - da frage ich mich, warum du mit diesen Lösungen arbeitest und nicht Software verwendest, die dir entgegen kommt. Ich mache das grundsätzlich so, nicht nur bei der Musik sondern überall und dabei mache ich einen großen Bogen um sogenannte 'professionelle' Produkte, welche meist eigentlich nur solche mit großem Namen sind und nicht zwingend die optimalste, in Abhängigkeit auch vom Nutzer und seinen Fähigkeiten und Ansprüchen.

    Was bringt dir denn ein Wahnsinns-DAW, wenn du ihn wegen Überforderung eh nicht richtig nutzen oder gar ausreizen kannst? Da kannst du auch ein simpleres, intuitiveres Programm verwenden, welches du aber unter Kontrolle bekommst. Und dann, wenn dir dieses einfachere Programm Grenzen setzt, du also durch die sache durchgestiegen bist, kannst du doch immer noch auf diese Software zurückgreifen.

    Im grafischen Bereich gibt es da auch so ein tolles Paradebeispiel für: CorelDraw. Das ist eine extrem leistungsfähige, aber auch einfache und überwiegend intuitiv funktionierende Software, deren großer Vorteil daran liegt, dass man fast alles grafische in einem einzigen Programm machen kann, man also im Gegensatz zu den schon von Azubis am ersten Lehrtag beklatschten sogenannten 'professionellen Lösungen' (Adobe, QuarkXPress, Freehand etc) nicht erfordert, dass man dauernd das programm wechselt, Daten hin und her lädt und andere unnötig komplizierte Dinge macht - in CorelDraw kann man, insofern man da etwas rein kommt, einfach drauflos gestalten, es läuft einfach und lässt einen machen, man erreicht damit dieselben Ergebnisse (nur meist in kürzerer Zeit). Ich habe oft gesehen, dass leute, die auf 'professionelle Lösungen' schworen in eine Firma kamen, wo CorelDraw verwendet wurde und sie erst die nase rümpften, nach einm halben Jahr spätestens dann aber meinten, das wäre ja doch eine tolle Sache und vor allem sehr viel einfacher und effizienter und damit auch weniger Fehleranfällig in den Workflows, eine ganz tolle Sache letztlich die sie wegen des Images als 'unprofessionell' unter Profis (speziell Mac-Usern, die an den Mythos vom besseren Computer glauben, unter Grafikern die Mehrheit) nicht erwartet hätten.

    Damit will ich auch jetzt keinen Mac oder kein Adobe-Produkt schlecht reden, es ist nur auch einfach nicht korrekt zu behaupten, dass diese Produkte 'einfach besser seien', wie es immer noch oft behauptet wird. Und, das dürfte auch bei Musikprogrammen nicht anders sein.

    Letztlich: Was bringt dir ein Super-Duper-Profi-Programm, selbst wenn es tatsächlich überlegen sein sollte, wenn du es nicht bedient bekommst und dir das Arbeiten damit nur Probleme macht und keine Freude? Ich habe mich immer für Software entschieden, die mir Freude macht, wo ich schon Bock drauf habe mit zu arbeiten um damit zu arbeiten, weil das Arbeiten damit an sich schon Spaß macht.

  • Sunrise
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    • January 18, 2021 at 3:12 PM
    • #53

    Keine Frage, das Argument hat seine Berechtigung.
    Der Weg zu Reaper war kein spontaner kurzer. Ich hatte vorher verschiedene andere DAWs, auch kostenlose (z.B. Audacity...). Letztere haben mich viel zu sehr eingeengt, die Möglichkeiten waren zu begrenzt. Dann hatte ich Magix. Dessen Bugs haben mir gründlich den Spielspaß verdorben. Ich glaub, ich hatte sogar noch einen Nachfolger, der aber gar nicht zu verwenden war. Einfach viel zu unzuverlässig. Ich hab dann noch manches Demo getestet. Aber ein Demo ist eben ein Demo. Und Vollversionen wirklich ernstzunehmender DAWs sind mir einfach deutlich zu teuer.

    Dann bin ich zufällig auf Reaper gestoßen. Das hat damals 45 Euro gekostet. Diese Lizenzen reichen mehrere Jahre, bevor man dann für die neueste Version wieder zahlen muss. Absolut fair. (Das Demo ist übrigens ohne Einschränkungen frei erhältlich, muss aber nach 60 Tagen durch die Vollversion ersetzt werden. Cockos baut dabei einzig und allein auf die Ehrlichkeit der Anwender.) Wenn man sich mal ernsthaft mit diesem Programm beschäftigt, dauert es nicht allzulang, und man lernt es lieben. Das ist zum einen eine ausgesprochen hilfreiche Community, die Hand in Hand mit den Entwicklern arbeitet. Du hast kostenlose Updates im Abstand weniger Wochen. Das Konzept ist sehr offen und bietet teilweise mehr Möglichkeiten als die teurere Konkurrenz, die ich mir eben auch gar nicht leisten könnte.
    Und soweit kam ich mit Reaper schon zurecht, dass ich sagen kann, dass ich trotz der unübersichtlicheren Bedienung schon ein paar Projekte und Anwendungen machen konnte.

    Reaper ist für mich auch zu einem unverzichtbaren Helfer im Alltag geworden. Mal bei irgendwelchen YT-Mitschnitten die Songs trennen, kein Problem. Verrauschte Aufnahmen verbessern, alles möglich. Auch die Performance und der extrem geringe Speicherbedarf, das schnelle Starten ist beispiellos. Aber wenn man ernsthaft damit arbeiten will, muss man zu Lernen bereit sein. Das ist aber immer so.

    Hätte ich eine andere DAW mit einer übersichtlicheren Oberfläche, wäre mein Hauptproblem im Grunde unverändert.
    Und zu den Tonerzeugern. Da hatte ich auch schon einfache Synthies u.a. aus dem Freewarebereich. Aber nach wie vor wusste ich einfach nicht, wie ich das Problem Song komponieren usw. anpacken und durchziehen soll. Weil ich für mich einfach keine Herangehensweise gefunden habe, die bei mir funktioniert.
    Klar kann man mit ganz einfacher Software und sehr einfachen Tonerzeugern auch leichter zu einer Art Musik kommen.
    Ich weiß aber, dass meine Musikideen oft das Problem mitbringen, dass sie so kompliziert sind, dass ich allein deshalb oft schon an der Umsetzung scheitere. Wenn ich jetzt noch Einschränkungen durch die Software habe, komm ich gar nicht mehr vom Fleck.

    Ich hatte mal eine Art DAW-Demo für Android. Das hab ich nach kürzester Zeit gleich wieder weggelegt, weil es nicht möglich war, innerhalb des Songs die Begleitpattern zu variieren. Es klang einfach in meinen Ohren schrecklich monoton. Dann kann ich die Musik gleich lassen. Nur als Beispiel.

    Allerdings hab ich manchmal nach Alternativen gesucht, die vielleicht auch Spaß machen und mich vielleicht noch mehr ansprechen. Aber ich habe bisher nichts gefunden. Dann lieber bei altbekanntem bleiben.

    Das war auch mal ein Lösungsversuch meinerseits. Einen wirklichen Primitiv-Popsong. Bumm Tschapp Bumm Tschapp bei den Drums usw., alles ganz simpel, damit ich überhaupt mal irgendwas umsetze, praktisch als Übungsaktion, wie man das in der Schule eben oft auch hat machen müssen. Hat keinen Spaß gemacht, aber man hat dabei gelernt.
    Aber das hab ich gleich wieder aufgegeben. Da kam zu den technischen Problemen, die ich immer wieder trotzdem hatte, auch noch das völlige Fehlen der Musikfreude.
    Ich weiß - ich bin wohl ein hoffnungsloser Fall :) .

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    Edited 2 times, last by Sunrise (January 18, 2021 at 5:01 PM).

  • BlaBlubb
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    • January 18, 2021 at 4:02 PM
    • #54

    Ja... verstehe.

    Spielst du Minecraft eigentlich auf 'nem Sever oder allein? Ich spiele das auch, aber allein geht mir immer schnell die Puste aus, habe lange auf 'nem (privaten) Server gespielt, aber der ist Geschichte. Falls du interesse hast mit mir zu spielen schreib mir eine PN... ist sonst zuviel Off-Topic hier.

  • Sunrise
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    • January 18, 2021 at 4:30 PM
    • #55

    PN ist raus. :-).

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  • BlaBlubb
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    • January 18, 2021 at 5:24 PM
    • #56

    Ja... und beantwortet. :)

  • Sunrise
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    • January 18, 2021 at 6:36 PM
    • #57

    Hab ich wohl überlesen, Agnes. CorelDraw war früher mal eine ziemlich teure Angelegenheit, aber ich hab es mal irgendwo kostenlos abgestaubt, keine Ahnung, woher. Ich hatte sogar ein Buch darüber. Aber wirklich genutzt habe ich es nach der anfänglichen Verzückung, diesen klangvollen (heute wohl nicht mehr..) selbst zu besitzen, eigentlich kaum. Aber mit Zeichnen bin ich auf dem PC noch nie weitergekommen. Ich verwende zum einfachen Zeichnen und zur Bildbearbeitung mein uraltes Paintshop Pro 9, das gottseidank noch funktioniert. Das kenne ich ziemlich gut, und es macht genau das,was ich brauche (aktuelle Nachfolger dagegen machen mir keine Freude mehr, starten extrem langsam, brauchen für Aktionen, die ich fast täglich nutze eine zeitaufwändigere umständlichere Bedienung. Das Demo flog sofort wieder von der Platte, obwohl ich eigentlich Kaufabsichten hatte. Manchmal ist das alte einfachere eben das bessere.

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  • BlaBlubb
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    • January 18, 2021 at 7:12 PM
    • #58
    Quote from Sunrise

    brauchen für Aktionen, die ich fast täglich nutze eine zeitaufwändigere umständlichere Bedienung.

    Darum nutze ich Gimp und nicht PhotoShop, schon das Zoomen (ich zoome eigentlich permanent rein und raus) ist bei Photoshop so hakelig dass ich allein deswegen einfach nicht vom Fleck komme, dazu dieses schwammige Mausverhalten, nee danke.

  • MooneyCruiser
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    • January 18, 2021 at 7:21 PM
    • #59

    CorelDraw habe ich früher auch viel benutzt, inzwischen verwende ich aber für meine Fotobearbeitungen nur mehr eine Combi aus Irfanview (habe ich freiwillig bezahlt, ist aber Freeware), Photoshop Elements und Capature One 20 (war kostenlos bei einer meiner Sony Cameras dabei).
    Gimp habe ich auch aber da komme ich mit der Bedienung noch nicht wirklich klar, die verwenden für mich ungewohnte Terminini und ich muss immer raten was die meinen. Irfanview beherrsche ich im Schlaf und mache damit nicht nur die Bildverwaltung sondern auch den Zuschnitt/Zoom und den Rest dann meistens in Photoshop Elements, das für wenig Geld ein paar wirklich brauchbare Funktionen bietet die ich noch nirgends so einfach gefunden habe, nicht einmal den in den teuren RAW-Editoren.

    Meine Hardware:
    Intel i7-9700KF, 32 GB RAM, nVidia RTX2060 Super 8 GB GDDR6, 2 TB Samsung Evo970Plus SSD
    Honeycomb Alpha Yoke & Bravo Throttle, CH Products Pro Rudders, RealSimGear GTN750

  • Sunrise
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    • January 18, 2021 at 8:16 PM
    • #60

    Gimp wollte ich mal eine Chance geben, aber auch nach mehreren Anläufen bin ich damit nicht warm geworden. Und das Raus- und Reinscrollen, Ausschnittrahmen verwenden und dessen Größe ändern ist auch bei Gimp deutlich komplizierter als bei meinem alten Paintshop. Diesen Rahmen hab ich tausendfach gebraucht, als ich meine alten Papierfotos eingescannt und bearbeitet habe. Und brauche ich immer noch.

    Irvanwiew verwende ich nur für Gifs, weil die bordeigene Bildanzeige keine Gifs animieren kann. (Sowas von lächerlich...) Oder ich hab es übersehen. Dann hab ich noch Inkscape. Und freue mich, dass es ein so mächtiges Zeichentool umsonst gibt. Aber auch hier, mehr als haben und drüber freuen ist bisher nicht. Keine Zeit. Mit ArtRage kann man übrigens schöne Bilder malen, wenn man ein Zeichentablet besitzt (und malen kann....), war bei meinem Tablet mit dabei. Kostet sonst, aber nicht die Welt. Auch das kostenlose Krita soll Freude machen und ist einen Test wert.

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