Hallo Zusammen
Vor einigen Jahren hatte ich mal eine Edge 540 für den FS9 und FSX veröffentlicht.
Mit dem "Umstieg" auf X-Plane 11 hatte ich damit begonnen, dise neu aufzubauen.
Dabei entsteht ein natives X-Plane Flugzeug, das die neusten Möglichkeiten des Simulators wie PBR-Texturen, Fmod Sounds und das Partikelsystem nutzt.
Das Projekt hatte ich schon mal mit diesem Bildbericht vorgestellt. https://www.flightforum.ch/board/topic/100443-fluglärm-stört-die-idylle-in-rheine-eschendorf/
Nun ist das Flugzeug inzwischen soweit gereift, dass ich es demnächst als Freeware releasen möchte.
Das Modell hatte ich einem kleinen Face-Lifting unterzogen, aber ansonsten hatte ich die ursprünglichen Rohdaten weiterverwendet. Das VC kommt auch im X-Plane mit 3d-Gauges daher. Es ist sogar etwas "Systemtiefe" hinzugekommen: Dem Engine-Monitor hatte ich ein paar Funktionen hinzugefügt. Dieser kann jetzt verwendet werden um den Motor auf Best Power zu leanen.
Der Künstliche Horizont hat noch eine besondere Funktion: Da es im Simulator besonders im Vertikalflug sehr schwierig ist, die Orientierung zu behalten, habe ich eine Anzeige für die Vertikalachse gebaut. Diese kann mit ziehen des "Pull to cage" Knopfs aktiviert werden.
Das seit X-Plane V11.30 implementierte Partikelsystem nutze ich für den Smokeeffekt.
Das Partikelsystem hat jedoch noch den ein oder anderen Bug. Aus dem VC ist der Rauch nur direkt am Flugzeug sichtbar und beim Replay gibts leider auch noch Probleme. Ich hoffe, dass es seitens Laminar Research noch Verbesserungen gibt.
Die höchste Priorität hat für mich jedoch das Flightmodel. Dafür hatte ich keinen Aufwand gescheut, und ich finde es hat sich gelohnt. Hier im Video zeige ich den "Zwirbelturm", eine schöne Figur, die der schweizer Eric Müller erfunden hat.
Interessant finde ich das Tragflächenprofil.
Einerseits ist das Profil total symmetrisch. Dann fällt auf, dass die ober- und unterseite der Tragflächen im gegensatz zu deren an gewöhnlichen Flugzeugen kaum gewölbt sind. Diesen Umstand hatte ich mit berechneten Daten berücksichtigt.
Es ist nicht so wie häufig angenommen wird, dass der X-Plane die Aerodynamik mittels Strömungen am 3d Modell berechnet. Tatsächlich wird die "Bladeelement-Theory" verwendet. Diese nutzt die 2d Polaren eines Profils, die in den "Airfoils" hinterlegt sind. Im X-Plane sind zahlreiche Airfoils diverser Profile enthalten, die man verwenden könnte. Man kann aber auch eigene Airfoils erstellen, was ich ausnahmslos gemacht hatte.
Die Daten hatte ich mit XFLR5 berechnet. Ich hatte das Aerobatic Profil mit einem standard NACA Profil verglichen:
Das ergibt folgende Polare:
Wie man sieht, hat das Kunstflugprofil etwas mehr Widerstand bei kleinen Anstellwinkeln, dafür überzieht es später, aber dann abrupt. In der Praxis bedeutet das knackige Snaprolls und das bessere Lift/Drag Verhältnis bei hohen Anstellwinkeln ermöglicht schärfere High-G turns.
Da XFLR5 nur Daten bis zum Strömungsabriss liefern kann, hatte ich für den Rest auf Simflow zurückgegriffen. Dies ist eine CFD Software, wo es in einer eingeschränkten, kostenlosen Version gibt.
CFD ist eine Strömungssimulation, dabei wird die Luft um ein Objekt herum berechnet. So konnte ich plausible Daten ermitteln bei abgelöster Strömung und sogar beim Rückwärtsflug.
Seit dem X-Plane 11 können die Airfoils mehrere Polare für unterschiedliche Reynoldszahlen enthalten. Die Reynoldszahl errechnet sich aus der Profillänge und der Strömungsgeschwindigkeit.
Hier ist ein fertiges Airfoil im "Airfoil Maker" betrachtet.
Der X-Plane sucht sich in Echtzeit die Koeffizienten in den Airfoils, und rechnet diese unter berücksichtigung der Streckung auf die gesamte Fläche um. Daraus werden die aerodynamischen Kräfte berechnet und die Anordnung der einzelnen Flächen ergeben das Flugverhalten.
Mit diesen Tragflächen fühlt sich das Flugzeug auch auf der Rennstrecke wohl:![]()
Wer testen möchte, kann sich melden. Dann stelle ich die nächsten Tage eine Betaversion zusammen.
Gruss Thomas







